Hushfort

Wie erkenne und blockiere ich einen Fake-Googlebot in WordPress?

Von Eureka Studio · Aktualisiert

Kurze Antwort

Ein echter Googlebot kommt aus den von Google veröffentlichten IP-Bereichen; ein „Googlebot“ von jeder anderen Adresse ist ein Fake-Googlebot und kann in WordPress blockiert werden. Gegen andere Bad Bots gibst du jeder IP ein Anfrage-Budget pro Minute, bei dem teure Anfragen wie Suchen und 404-Fehler mehr kosten, beantwortest IPs über dem Budget mit einem kurzen 429 und lässt den Checkout immer durch.

Schritte

  1. 1Schritt 1

    Die Hochstapler im Traffic erkennen

    Viele Bots nennen sich Googlebot, weil Websites ihn selten blockieren. Den Namen kann jeder kopieren, die IP-Adresse nicht. Mit den offiziellen Listen von Google und Bing markiert Hushfort einen „Googlebot“ von jeder anderen Adresse als gefälschten Suchmaschinen-Bot.

    Lastschutz, Letzte Sperren: ein gefälschter Suchmaschinen-Bot, der sich als Googlebot ausgibt, von 203.0.113.120, und zwei IPs über ihrem Budget, alle im Beobachtungsmodus protokolliert
  2. 2Schritt 2

    Lastschutz im Beobachtungsmodus einschalten

    Öffne in Hushfort den Lastschutz und schalte ihn ein. Der Modus steht zunächst auf „Nur protokollieren – Beobachtungsmodus (zum Start empfohlen)“: Er protokolliert, welche IPs das Limit erreichen würden, ohne jemanden zu blockieren. Lass „Gefälschte Suchmaschinen-Bots“ eingeschaltet.

    Lastschutz im Beobachtungsmodus eingeschaltet, Gefälschte Suchmaschinen-Bots aktiviert
  3. 3Schritt 3

    Ein Budget festlegen, das Anfragen fair bepreist

    Jede IP erhält ein „Budget pro IP und Minute“ (standardmäßig 120 Punkte). Ein Seitenaufruf kostet 1, eine Suche 5, ein XML-RPC-Aufruf 10, und ein 404 kommt mit 4 obendrauf. Checkout und Zahlungs-Callbacks sind kostenlos.

    Budget pro IP und Minute 120 Punkte mit der Punkteliste, Sperrdauer 10 Minuten, gefälschte Suchmaschinen-Bots und 404-Scans eingeschaltet
  4. 4Schritt 4

    IPs über dem Budget bekommen eine kurze Pause

    Im Modus „Schützen“ erhält eine IP, die ihr Budget aufgebraucht hat, für die Sperrdauer – standardmäßig 10 Minuten – eine 429-Seite „Zu viele Anfragen“. Verifizierte Suchmaschinen-Bots sind ausgenommen, und der Checkout funktioniert weiter.

    Die Suche eines Besuchers über dem Budget wird beantwortet mit: Zu viele Anfragen in kurzer Zeit. Bitte versuche es in ein paar Minuten noch einmal.
  5. 5Schritt 5

    Protokoll prüfen, dann auf „Schützen“ umstellen

    Prüfe nach ein paar Tagen im Beobachtungsmodus die „Letzten Sperren“. Tauchen keine echten Besucher auf, stelle den Modus auf „Schützen – IPs über dem Budget mit einem 429 stoppen“ und speichere.

    Lastschutz-Modus auf Schützen – IPs über dem Budget mit einem 429 stoppen umgestellt und gespeichert

Warum das wichtig ist

Nicht jeder langsame Tag ist ein Traffic-Erfolg. Manche Bots durchforsten eine Website viel heftiger als jeder Mensch: Sie bombardieren das Suchfeld mit zufälligen Wörtern, suchen nach Hunderten fehlender Dateien oder geben sich als Googlebot aus, damit niemand sie zu blockieren wagt. Jede dieser Anfragen umgeht den Seiten-Cache und lässt WordPress und die Datenbank echte Arbeit leisten.

Auf Shared Hosting bedeutet das langsame Seiten, CPU-Limits und manchmal ein gesperrtes Konto. In einem Shop bedeutet es, dass echte Kunden warten, während ein Bot Suchen ausführt.

Der Trick besteht darin, teure Anfragen von billigen zu unterscheiden. Wer „Anfragen pro Minute“ zählt, behandelt einen gecachten Seitenaufruf und eine ungecachte Suche gleich. Wer sie nach ihren Kosten bepreist, kann mit echten Besuchern großzügig und mit Mustern, die nur Bots erzeugen, streng sein.

Häufige Fehler

  • Blockieren nach User-Agent. Jeder kann behaupten, Googlebot zu sein, und wer den Namen blockiert, blockiert auch den echten. Prüfe per IP.
  • Ein Limit für alles. Eine pauschale Regel für Anfragen pro Minute lässt entweder Suchfluten durch oder erwischt Kunden, die schnell stöbern. Bepreise Anfragen nach Kosten.
  • Den Checkout blockieren. Ein Rate-Limit, das einen Zahlungs-Callback oder einen Checkout stoppen kann, kostet dich echtes Geld. Halte diese Wege frei.
  • Lange Sperren. Eine tagelange Sperre auf einer geteilten IP kann ein ganzes Büro oder Mobilfunknetz aussperren. Kurze Pausen reichen, um den Rhythmus eines Bots zu brechen.
  • Zu erwarten, dass ein Plugin Netzwerkfluten stoppt. Traffic, der groß genug ist, um die Anbindung des Servers zu füllen, erreicht WordPress nie. Das ist ein Job für dein CDN.

Ohne Plugin

Googlebot von Hand prüfen. Für eine verdächtige IP aus deinem Access-Log:

host 66.249.66.1
# 1.66.249.66.in-addr.arpa domain name pointer crawl-66-249-66-1.googlebot.com.
host crawl-66-249-66-1.googlebot.com
# crawl-66-249-66-1.googlebot.com has address 66.249.66.1

Beide Richtungen müssen übereinstimmen und auf googlebot.com oder google.com enden. Google veröffentlicht seine Crawler-IP-Bereiche außerdem als JSON-Datei, mit der du abgleichen kannst.

Rate-Limit auf dem Server. Unter Nginx kannst du die Anfragen pro IP begrenzen:

# in the http block
limit_req_zone $binary_remote_addr zone=perip:10m rate=60r/m;

# in the server block
location / {
    limit_req zone=perip burst=20 nodelay;
    limit_req_status 429;
    try_files $uri $uri/ /index.php?$args;
}

Serverregeln sind schnell, kennen aber WordPress nicht. Sie können den Checkout nicht von einer Suche unterscheiden, sie brauchen Root-Zugriff, den die meisten Hosting-Tarife nicht bieten, und Googles IP-Liste von Hand zu pflegen ist mühsam. Eine CDN-Firewall ist eine weitere gute Option, wenn deine eigene Regeln zulässt.

Wenn etwas schiefgeht

  • Ein echter Besucher hat einen 429 bekommen. Schlag die IP im Protokoll nach. Gehört sie zu einem Büro oder einem Werkzeug, das du nutzt, setze sie auf die Zulassungsliste. Erwäge, das Budget pro Minute zu erhöhen.
  • Die Search Console meldet Crawling-Fehler. Echte Google-Crawler sind ausgenommen; prüfe also, ob die Fehler nicht von einer Server- oder CDN-Regel außerhalb von Hushfort stammen.
  • Die Website ist trotzdem überlastet. Die Flut ist womöglich zu groß für jedes Plugin. Schalte den Angriffsmodus deines CDN ein. Der Notfallmodus von Hushfort kann den „Under Attack“-Modus von Cloudflare mit deinem eigenen API-Schlüssel für dich einschalten und danach wieder zurückstellen.

Mit Hushfort

Der Lastschutz gehört zu Hushfort Pro, dem kostenpflichtigen Add-on zu Hushfort Security, dem kostenlosen WordPress-Sicherheitsplugin.

Die Ebene Lastschutz von Hushfort gibt jeder IP standardmäßig ein Budget von 120 Punkten pro Minute. Seitenaufrufe kosten 1, admin-ajax GET 1 und POST 2, REST GET 2 und POST 3, In den Warenkorb 3, Suche 5, sonstige POSTs 5, XML-RPC 10, und ein 404 kommt mit 4 obendrauf. Checkout, Zahlungs-Callbacks, WP-Cron und wp-admin-Seiten sind kostenlos.

  • IPs über dem Budget erhalten einen kurzen 429 und eine Pause von 10 Minuten.
  • Gefälschte Googlebots und Bingbots, die den Namen von einer IP außerhalb der offiziellen Liste beanspruchen, werden blockiert. Verifizierte Suchmaschinen-Bots sind ausgenommen. Die einzige ausgehende Abfrage sind die öffentlichen Crawler-IP-Listen von Google und Bing.
  • Der Notfallmodus kann den „Under Attack“-Modus von Cloudflare mit deinem eigenen API-Schlüssel umschalten.
  • Er startet im Beobachtungsmodus.

In unseren eigenen Tests hat eine IP über ihrem Budget den Checkout trotzdem abgeschlossen, während ihre übrigen Anfragen einen 429 erhielten.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob ein Googlebot-Besuch echt ist?

Prüfe die IP. Google veröffentlicht die IP-Bereiche seiner Crawler, und ein Reverse-DNS-Lookup auf eine echte Googlebot-IP endet auf googlebot.com oder google.com. Ein Googlebot-User-Agent von jeder anderen IP ist gefälscht.

Schadet das Blockieren gefälschter Googlebots meinem SEO?

Nicht, wenn die Prüfung per IP erfolgt. Echte Crawler von Google und Bing werden erkannt und ausgenommen, abgewiesen werden also nur Hochstapler.

Was bedeutet der Statuscode 429?

Er steht für Too Many Requests („zu viele Anfragen“) und fordert einen Client auf, langsamer zu machen. Der 429 von Hushfort ist kurzlebig, sodass ein echter Mensch, der nur sehr aktiv war, nach der Pause weitermachen kann.

Kann ein Plugin einen DDoS-Angriff stoppen?

Keinen auf Netzwerkebene. Dieser Traffic überlastet den Server, bevor WordPress überhaupt läuft. Dort ist ein CDN wie Cloudflare der eigentliche Schutzschild; ein Plugin kümmert sich um Fluten, die WordPress erreichen.

Warum kosten Suchen und 404-Fehler mehr?

Eine Suche löst eine Datenbankabfrage aus, und hinter einem 404 steckt meist ein Scanner, der nach Dateien sucht. Beides kostet deinen Server weit mehr als ein gecachter Seitenaufruf.

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